MEU-TRM-01/26 Military Fundamentales

In kürze werden alle Ausbildungsinhalte sowie Dokumentationen in unser Wiki übernommen.

VORWORT

Die folgenden Inhalte des Training Manuals „Military Fundamentals“ definieren die Bedeutung der Militärsimulation im Allgemeinen sowie das grundlegende Verständnis, Verhalten und Auftreten eines virtuellen Marines der 27th Marine Expeditionary Unit. Dieses Manual dient als verbindlicher Leitfaden, für die Ausbildung und die Durchführung des virtuellen Tagesdienstes aller Angehörigen des Verbandes, in der Militärsimulations-Szene in Arma. Dieses Handbuch ist für die 27th Marine Expeditionary Unit Gemeinschaft in Verbindung mit der Militärsimulationsplatform Arma Reforger entstanden. Es werden keine geschützten, vertraulichen oder realen militärischen Informationen verarbeitet, die nicht öffentlich einsehbar sind. Zudem existiert kein Zusammenhang mit realen Verbänden des United States Marine Corps.


Simon Pierce
Captain, Commander
Bravo Company, 1st Battalion
27th Marine Expeditionary Unit


CHAPTER - 1. DIE MILITÄRSIMULATION

Eine Militärsimulation (im zivilen Sprachgebrauch oft MilSim abgekürzt) ist die modellhafte Nachbildung von militärischen Konflikten, Taktiken, Waffensystemen oder Logistikketten. Ziel ist es, reale Einsatzszenarien und Entscheidungsprozesse möglichst detailgetreu zu simulieren, entweder zu Ausbildungs- und Planungszwecken zivil/militärischer Verfahren oder als anspruchsvolles Hobby.


1.1 Hauptanwendungsbereiche

1.1.1 Professioneller Einsatz (Streitkräfte & Verteidigung)

Weltweit nutzt das Militär Simulationen, um Risiken für Personal zu vermeiden, Kosten zu senken (z. B. Treibstoff und Munition) und komplexe Strategien zu testen. Die Streitkräfte unterteilen dies meist in drei Formen:

  1. Virtuelle Simulation: Personen bedienen nachgebildete Waffensysteme oder Fahrzeuge. Dazu gehören Flugsimulatoren für Piloten, Fahrsimulatoren für Panzerbesatzungen oder VR-Systeme für die Infanterie.
  2. Konstruktive Simulation: Computergestützte Planspiele für Kommandanten und Stäbe. Hier werden keine einzelnen Soldaten gesteuert, sondern ganze Großverbände auf digitalen Karten, um Logistik, Truppenbewegungen und Taktiken durchzuspielen.
  3. Live-Simulation: Übungen im freien Gelände mit echter Ausrüstung. Statt scharfer Munition kommen Lasersimulatoren (wie das System AGDUS der Bundeswehr) oder Farbmarkierungsmunition zum Einsatz, um Treffer digital zu erfassen.


1.1.2 Freizeit & Gaming (Zivile MilSim-Kultur)

Im zivilen Bereich bezeichnet Militärsimulation ein Genre, das sich bewusst von schnellen Actionspielen oder gewöhnlichen Sportarten abgrenzt und extremen Wert auf Authentizität legt:

  1. Taktik- & Militärsimulations-Spiele: Videospiele wie Armed Assault (ArmA) , Squad, Hell Let Loos, DCS World oder IL-2 Sturmovik (Flugsimulation). Hier stehen korrekte Ballistik, Funkdisziplin, Befehlsketten und die Bedienung komplexer Instrumente im Vordergrund.
  2. Outdoor-MilSim (Airsoft / Paintball): Mehrtägige Events im Gelände, bei denen Teilnehmende in realistischer Ausrüstung militärische Szenarien nachstellen - inklusive fester Hierarchien, Rationen, Nachtwachen und Sanitätersystemen.


1.1.3 Merkmale einer Simulation

Im Gegensatz zu klassischen Arcade-Shootern (wie Call of Duty oder Battlefield) geht es bei Militärsimulationen in Videospielen nicht um schnelle Reflexe oder die höchste Abschussrate. Das Fundament einer Videospiel-MilSim ruht auf fünf zentralen Säulen, die das Spielerlebnis maßgeblich prägen:

  1. Physikalische Realität & Ballistik
    In herkömmlichen Spielen treffen Kugeln oft instantan da auf, wo das Fadenkreuz hinsieht (Hitscan). In einer Simulation wird jedes Geschoss als physikalisches Objekt mit eigenen Eigenschaften berechnet:
    Geschossabfall & Flugzeit: Auf lange Distanzen müssen Entfernung und Geschossfall einkalkuliert werden. Durchschlagskraft & Materialpenetration: Kaliber und Munitionstyp entscheiden, ob Deckungen wie Holz, Ziegel oder Metall durchschlagen werden. Unterdrückungsfeuer (Suppression): Nahe vorbeifliegende Kugeln verschlechtern das Sichtfeld, lassen den Bildschirm verwackeln und erschweren das Zielen massiv.

  2. Kommunikation & Hierarchie
    Ein Einzelkämpfer ist in einer Militärsimulation innerhalb von Minuten tot. Der Erfolg hängt von der Kommunikation ab. Das Spiel trennt oft strikt zwischen lokalem Umgebungstalk (3D-Audio), Trupp-Funk (Squad) und Kommandanten-Funk. Die Rollenverteilung ist klar geregelt (z. B. Zugführer / Squad Leader / Fireteam Leader / Schütze / Sanitäter usw). Ortsangaben erfolgen über Kompasszahlen, Koordinatenrastersysteme (Grid Refs) und standardisierte Kontaktsprüche (z. B. 3Cs: Contact, Direction, Distance).

  3. Combined Arms & Logistik
    Gefechte finden selten isoliert nur zwischen Infanteristen statt. MilSims simulieren das Zusammenspiel aller Truppengattungen (Gefecht der verbundenen Waffen) Infanterie, Panzer, Artillerie und Luftunterstützung müssen Hand in Hand arbeiten. Panzer fahren nicht ohne Treibstoff, Infanterie hat keine Munition ohne Nachschub. Das Bauen von mobilen Stützpunkten (FOBs) und das Fahren von Versorgungslastwagen sind genauso spielentscheidend wie der eigentliche Feuerkampf.

  4. Minimalistisches HUD & "Fog of War"
    MilSims verzichten bewusst auf Hilfestellungen, um das situative Bewusstsein (Situational Awareness) zu fordern. Gezielt wird ausschließlich über Iron Sights (Korn und Kimme) oder real wirkende Optiken. Es gibt keine automatische Feinderkennung. Spieler müssen Uniformen, Silhouetten und Motorgeräusche lernen, um Eigenbeschuss (Friendly Fire) zu vermeiden. Man sieht meist nicht die exakte Kugelanzahl, sondern muss Magazine manuell prüfen oder mitzählen.

  5. Tödlichkeit & Pacing (Hohe Konsequenzen)
    Das Spielgefühl zeichnet sich durch extreme Bedrohlichkeit und entschleunigtes Gameplay aus. Oft reicht ein einziger Treffer in den Torso zum Tod oder zur Kampfunfähigkeit. Komplexes Sanitätssystem: Verletzungen erfordern spezifische Erstversorgung (Aderpressen/Tourniquets gegen Blutung, Morphium gegen Schmerzen, Bandagen). 70 % der Spielzeit bestehen aus Planung, Aufklärung, Marschieren und Warten – die verbleibenden 30 % sind hochintensiver, tödlicher Kontakt.


1.2 Die Marine Air-Ground Task Force in Armed Assault (ArmA).

Die 27th Marine Expeditionary Unit gliedert sich nach MAGTF-Konzept in vier Kampfelemente, denen jeweils spezifische Aufgabenbereiche zugeordnet sind:

  • Command Element / Headquarter & Service Company - Gefechtsführung
  • Ground Combat Element / Bravo Company - Infanteristischer Kampf am Boden
  • Aviation Combat Element / Marine Aviation Group - Luftraumsicherung und Unterstützung
  • Logistic Combat Element / Delta Company - Logistische u. Medizinische Unterstützung


Ziel der 27th Marine Expeditionary Unit ist der geschlossene Einsatz aller Kampfelemente im Rahmen von Combined Operations. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dynamischen Gefechtsszenarien in Spielmodi wie Capture the Island (CTI), HQ Conflict, Warfare oder Domination sowie auf klassischen linearen PvE-Missionen. Je nach Auftrag, Feindlage und verfügbarer Personalstärke können unterschiedliche operative Gliederungen eingenommen werden. Diese werden Lage- und Auftragsabhängig angepasst, um eine effektive und flexible Operationsführung sicherzustellen.

Operative Gliederungen
Beispiele

Operationsführung

Unterstellungen

PVE/PVP Fähige Gliederung
Stärke: 4 Marines

Fire Team Leader

Rifleman (LMG)
Lght Machine Gun

Rifleman (LAT)
Light Anti-Tank

Rifleman (GL)
Grenade Launcher

PVE/PVP Fähige Gliederung
Stärke: 14 Marines

Squad Leader
Squad Corpsman

Fire Team Alpha

Fire Team Bravo

Fire Team Charlie

PVE/PVP Fähige Gliederung
Stärke: 45 Marines

1st Platoon HQ
Platoon Corpsman

1st Rifle Squad
Squad Corpsman

2nd Rifle Squad
Squad Corpsman

1st LAR Squad
Squad Corpsman

PVE/PVP Fähige Gliederung
Stärke: 31 Marines

1st Platoon HQ

1st Rifle Squad

1st LAR Squad

Weapons Squad

PVE/PVP Fähige Gliederung
Stärke: 62 Marines

B-Company HQ

1st Rifle Platoon HQ
1st Rifle Squad
1st LAR Squad

2nd LAR Platoon HQ
1st Rifle Squad
1st LAR Squad

1st CSS Platoon HQ
HLMA Aircrew
Weapons Squad
CSS Squad

PVE Fähige Gliederung
Stärke: 72 Marines

B-Company HQ

1st Rifle Platoon HQ
1st Rifle Squad
1st LAR Squad

2nd LAR Platoon HQ
2nd Rifle Squad
2nd LAR Squad

1st CSS Platoon HQ
Weapons Squad
CSS Squad
BAS Squad
HLMA Aircrew

PVE Fähige Gliederung
Stärke: 112 Marines

MEU Command

B-Company HQ
1st Rifle Platoon
2nd LAR Platoon
Weapons Squad

Aviation Command Group
HLMA-127
HMH-227

D-Company HQ
1st CSS Platoon
2nd Battalion Aid Station


CHAPTER - 2. DIENSTGRADE UND FUNKTIONEN

Innerhalb des Verbandes dienen Dienstgrade als klar definiertes Mittel zur Darstellung von Hierarchie, Führungsverantwortung und funktionaler Zuständigkeit. Sie bilden die Grundlage für die Befehls- und Führungsstruktur der 27th Marine Expeditionary Unit und weisen jedem Marine bzw. Sailor einen eindeutig definierten Verantwortungsbereich zu. Die Voraussetzungen für Beförderungen sowie die Übertragung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden durch das Unit Manual geregelt, sind jedoch an Zeiten und Lehrgängen gebunden.

2.1 Junior Enlisted

E-1 Private
(PVT)

E-2 Private First Class
(PFC)

E-3 Lance Corporal
(LCpl)

E-1 Hospital Recruit
(HR)

E-2 Hospital Apprentice
(HA)

E-3 Hospitalman
(HN)

Darstellung USMC:
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70-03-meu-pfc-64px-png
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Darstellung USN:

- folgt -

- folgt -

- folgt -

Verwendung:

Hilfstätigkeiten

Basic Infantry Marine

Ausgebildeter Marine / Sailor

Voraussetzung:

Einschreibung in die MEU

Abschluss MCRT

Abschluss SOI/MOST


2.2 Non-Commissioned Officers (NCO)

E-4 Corporal
(Cpl)

E-5 Sergeant
(Sgt)

E-4 Hospitalman Third Class
(HM3)

E-5 Hospitalman Second Class
(HM2)

Darstellung USMC:
67-05-meu-cpl-64px-png
65-06-meu-sgt-64px-png
Darstellung USN:

- folgt -

- folgt -

Verwendung:

Team Leader

Squad Leader

Voraussetzung:

Abschluss Corporal Course

Abschluss Sergeant Course
Aufnahme ECB


2.3 Staff Non-Commissioned Officers (SNCO)

E-6 Staff Sergeant
(SSgt)

E-7 Gunnery Sergeant
(GySgt)

E-8 Master Sergeant
(MSgt)

E-8 First Sergeant
(1stSgt)

E-9 Master Gunnery Sergeant
(MGySgt)

E-9 Sergeant Major
(SgtMaj)

E-5 Hospitalman First Class
(HM1)

E-7 Chief Hospitalman
(HMC)

E-8 Senior Chief Hospitalman
(HMCS)

/

E-9 Master Chief Hospitalman
(HMCM)

/

Darstellung USMC:
64-07-meu-ssgt-64px-png
63-08-meu-gysgt-64px-png
52-09-meu-msgt-64px-png
45-10-meu-1stsgt-64px-png
41-12-meu-sgtmaj-64px-png
41-12-meu-sgtmaj-64px-png
Darstellung USN:

- folgt -

- folgt -

- folgt -

- folgt -

- folgt -

- folgt -

Verwendung:

Platoon Sergeant / Chief

Instructor / Staff Marine

Staff Chief

Company First Sergeant

Staff Senior Chief

MEU Sergeant Major
ACE Sergeant Major

Voraussetzung:

Abschluss Career Course

Erreichen TIS/TIG
Aufnahme FSB

Erreichen TIS/TIG
Technical Track

Erreichen TIS/TIG
Command Track
Auswahl aus FSB
Aufnahme SMB

Erreichen TIS/TIG
Technical Track

Erreichen TIS/TIG
Command Track
Auswahl aus SMB


2.4 Commissioned Officers (CO)

O-1 Second Lieutenant
(2ndLt)

O-2 First Lieutenant
(1stLt)

O-3 Captain
(Capt)

O-4 Major
(Maj)

O-5 Lieutenant Colonel
(LtCol)

O-6 Colonel
(Col)

O-1 Ensign
(ENS)

O-2 Lieutenant Junior Grade
(LTJG)

O-3 Lieutenant
(LT)

O-4 Lieutenant Commander
(LCDR)

O-5 Commander
(CDR)

O-6 Captain (Navy)
(USNCapt)

Darstellung USMC:
62-13-meu-2ndlt-64px-png
61-14-meu-1stlt-64px-png
43-15-meu-capt-64px-png
50-16-meu-maj-64px-png
46-17-meu-ltcol-64px-png
44-18-meu-col-64px-png
Verwendung:

Platoon Commander

Platoon Commander
Company Executive Officer

Company Commander
Section Officer

MEU Executive Officer
ACE Executive Officer

MEU Executive Officer
ACE Commanding Officer

MEU Commanding Officer

Voraussetzung:

Abschluss BOC
Auswahl aus ECB

Erreichen TIS/TIG

Erreichen TIS/TIG

Abschluss AOC

Erreichen TIS/TIG

Erreichen TIS/TIG


2.5 Beförderungsrichtline

Beförderungen und Ernennungen werden in der 27th Marine Expeditionary Unit im MEU-MAN 01/26 - Unit Manual definiert und festgelegt und folgen einem einheitlichen, übergeordneten System, das sich am Promotion-Scoring-Modell des United States Marine Corps orientiert. Dieses Verfahren gewährleistet transparente, leistungsbezogene und faire Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der jeweiligen Verwendung und angestrebten Laufbahn. Die Voraussetzungen für eine Beförderung richten sich nach dem derzeit besetzten oder angestrebten Position (Quartier) und damit Verbundenen Lehrgängen und Qualifikationen sowie nach einem punktbasierten Bewertungssystem (Scoring). Dieses setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:


Activity Points (AP)Marines erhalten für jeden Anwesenheitstag im aktiven Dienst einen Activity Point. Marines im Reservedienst erhalten 0,5 Activity Points pro Anwesenheitstag.
Rifle Score (RS)Der Rifle Score wird anhand der Leistungen des Marines auf dem Schießstand ermittelt. Einmal monatlich findet ein Rifle-Qualifikationsschießen statt, bei dem der Score erfasst und dokumentiert wird. Ergänzend werden regelmäßige Marksmanship-Trainings durchgeführt, um die Schießleistung kontinuierlich zu verbessern
Time in Service (TIS)Die Gesamtzeit in Tagen, die der Marine der MEU angehört. Für Reservisten werden 0,5 Tage pro Kalendertag angerechnet.
Time in Grade (TIG)Die Gesamtzeit in Tagen, die der Marine in seinem aktuellen Dienstgrad verbracht hat. Für Reservisten werden ebenfalls 0,5 Tage pro Kalendertag angerechnet.
Command Staff Points (CSP)Der Commanding Officer (CO) kann Bonuspunkte an Marines vergeben, die sich aktiv in der Führungs- und Verbandsunterstützung engagieren. Dazu zählen unter anderem Tätigkeiten als Recruiting Staff, Operations Planner, Instructor oder in vergleichbaren stützenden Schlüsselverwendungen.
Command Recruiting Referrals (CRR)Marines können Bonuspunkte für das Anwerben und Weiterleiten von Interessenten erhalten, sofern sich diese erfolgreich als Marine in der MEU einschreiben


Zusätzlich müssen die für das besetzte Quartier festgelegten Ausbildungen und Qualifikationen gemäß § 3 Ausbildungs- und Qualifikationsstruktur in Vorbereitung oder Bestenfalls abgeschlossen sein. Dieses System stellt sicher, dass Leistung, Engagement, Erfahrung und Verantwortung gleichermaßen in die Beförderungsentscheidung einfließen.


2.6 Aufgaben eines Recruits / Assistance

Das Marine Corps Recruit Training befähigt unabhängig der persönlichen Leistungen oder Erfahrungen einen angehenden Marine zum "Assistance". Die Aufgaben bestehen in der direkten Ausführung von Befehlen, erlernen von Grundlagen und das sammeln von Erfahrungen sowie in der Verwendung als Hilfsschütze innerhalb des Teams. Somit stehen dem Assistance Rifleman folgende Aufgaben zur Verfügung:

  • Assistance Rifleman - Gezieltes bekämpfen und vernichten von feindlichen Kräften
  • Assistance Automatic Rifleman - Bekämpfen von Feindgruppen, Fahrzeugen
  • Assistance Engineer - Aufbauen von gesetzten Stellungen und Minensperren
  • Assistance Motor Transport - Transportieren von Personal und Material
  • Assistance Door Gunner - Bedienen des Bord-MG zur Sicherung des Hubschraubers


CHAPTER - 3. AUFTRETEN EINES VIRTUELLEN MARINES

Ein virtueller Marine der 27th Marine Expeditionary Unit verkörpert jederzeit die Grundwerte des Verbandes und lebt diese im besten fall in jeder Situation. Diese zeigen sich in Ruhe und Gelassenheit, Professionalität und Zielstrebigkeit, Hilfsbereitschaft und Loyalität sowie in Anstand und Aufrichtigkeit bei der Erfüllung seines Auftrags. Diese Haltung prägt den Marine, verleiht ihm seine Identität und macht ihn auch im Angesicht größter Herausforderungen standhaft und entschlossen.


3.1 Idendifizierung eines virtuellen Marines

Um als Marine der 27th Marine Expeditionary Unit idendifiziert werden zu können, ist jeder Angehörige verpflichtet, das Einheits-Präfix vor seinem Namen zu tragen, sofern dies technisch und ohne weitere Kosten möglich ist. Dabei ist das Einheits-Präfix „[27.MEU]“ folgendermaßen zu führen:

  • ArmA Reforger (Steam Anzeigename): [27.MEU] 2ndLt Dosenkohl
  • ArmA Reforger (Konsolenspieler): Sind aufgrund verbundener Kosten nicht verpflichtet.
  • TS/Discord (Fremdserver): [27.MEU] SSgt Dosenkohl
  • TS/Discord (MEU-Server): PVT Dosenkohl
  • Webseite: Discordname


3.2 Verhalten eines Marines

Ein Marine der 27th Marine Expeditionary Unit hat seinen Vorgesetzten oder Unterstellten Marines und Verbandsfremden jederzeit mit Respekt, Hilfsbereitschaft und Kameradschaft zu begegnen. Herablassendes, beleidigendes oder respektloses Verhalten ist zu unterlassen. Scherzhafte Äußerungen dürfen die Grenzen des gegenseitigen Einvernehmens nicht überschreiten und sind unverzüglich einzustellen, sobald sie von den Beteiligten nicht mehr als solche wahrgenommen oder akzeptiert werden.

Jeder Marine ist verpflichtet, sich mindestens einmal pro Woche (frühestens ab Sonntag, 12:00 Uhr) über die anstehenden Termine zu informieren und sich entsprechend seiner Verfügbarkeit an- oder abzumelden. Das Versäumnis dieser Meldepflicht stellt einen Verstoß gegen das Marine Manual dar und kann disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen. Die Meldepflicht gilt uneingeschränkt und wird im Manpower Information System dokumentiert.


3.3 Verhalten gegenüber Vorgesetzten

Um die Atmosphäre, den Respekt und die Disziplin innerhalb der 27th Marine Expeditionary Unit aufrechtzuerhalten, gelten im Dienst- und Ausbildungsbetrieb folgende Verhaltens- und Anredeformen gegenüber Vorgesetzten:

  1. Unteroffiziere (Non-Commissioned Officers – NCOs): Jeder NCO ist mit seinem Dienstgrad und Nachnamen anzusprechen (z. B. Sergeant Miller). Anweisungen und Bestätigungen sind mit „Aye, [Dienstgrad]“ beziehungsweise „Ja, [Dienstgrad]“ zu beantworten (z. B. „Aye, Sergeant!“).

  2. Offiziere (Commissioned Officers – COs):
    Jeder Offizier ist mit seinem Dienstgrad und Nachnamen (z. B. Captain Pierce) oder schlicht mit Sir / Ma'am anzusprechen. Anweisungen sowie Rückmeldungen sind mit „Aye, Sir/Ma'am“ beziehungsweise „Ja, Sir/Ma'am“ zu beantworten.
  3. Eintreten Höherrangiger („Achtung an Deck!“):
    Betritt ein Offizier oder ein höherer Unteroffizier (ab Besoldungsstufe E-8 / First Sergeant) einen Raum, sei es ein Sprachkanal oder ein Ausbildungsareal, ist von demjenigen, der ihn zuerst wahrnimmt, unverzüglich der Ruf „Achtung an Deck!“ auszugeben.
    1. Verhalten: Alle anwesenden Marines stellen Gespräche sofort ein, nehmen Haltung an und warten auf die ausdrückliche Freigabe oder Entlassung durch den ranghöchsten Anwesenden.
    2. Zweck: Dies dient dazu, die sofortige Ruhe und volle Aufnahmefähigkeit aller Marines für die Ausgabe von Anweisungen und Befehlen sicherzustellen.


CHAPTER - 4. FORMALDIENST (CLOSE ORDER DRILL)

Auch wenn der Close Order Drill in ArmA nicht vollständig umgesetzt werden kann, integriert die 27th Marine Expeditionary Unit dessen wesentliche Elemente, um Ordnung, Disziplin und ein einheitliches Auftreten im Ausbildungs- und Einsatzbetrieb sicherzustellen sowie die Immersion aller Marines zu fördern. Darüber hinaus schafft er die Grundlage dafür, Befehle und Kommandos im Gefecht schneller zu erkennen, eindeutig zuzuordnen und unverzüglich auszuführen.


3.1 Antreten im Tagesdienst

Zu Beginn einer Ausbildung, Operation oder beim Betreten eines Public Servers treten alle Marines vollständig ausgerüstet und geordnet am befohlenen Sammelpunkt an (in der Regel am Kommandozelt). Dies ermöglicht dem Operationsführer, sich einen klaren Überblick über Lage und Kräfte zu verschaffen und den daraus resultierenden Auftrag vorzubereiten. Die Marines verbleiben in Formation, bis die Befehlsausgabe erfolgt ist sowie die Einteilung der Kräfte und die Zuweisung von Fahrzeugen und Spezialausrüstung abgeschlossen wurden. Der Sammelpunkt wird erst nach ausdrücklicher Befehlsgebung „Wegtreten“ durch den Vorgesetzten verlassen.


3.2 Antreten bei Zeremonien

Beförderungen, Auszeichnungen und Ehrungen sind innerhalb der 27th Marine Expeditionary Unit stets an erbrachte Leistungen gebunden. Zeremonielle Elemente dienen der formellen Würdigung dieser Leistungen im Verlauf der Dienstzeit eines jeden Marines.

Im Verband werden daher verschiedene Zeremonien durchgeführt, insbesondere für:

  • Jahresappelle des Gesamtverbandes sowie der einzelnen Einheiten
  • Beförderungen, Verabschiedungen und Ehrungen auf Einheits- und Verbandsebene
  • Offizielle Ernennungen und Beförderungen durch die Führung
  • Danksagungen für herausragendes Engagement oder besondere Pflichterfüllung
  • Gedenkmomente für ausgeschiedene oder verstorbene Mitglieder

Diese Zeremonien folgen einem an das USMC-Protokoll angelehnten Ablauf und werden, abhängig von Ausbildung oder Operation, auf Ebene der jeweiligen Einheit oder des Gesamtverbandes durchgeführt.


3.3 Kommandos und Meldungen

Kommandos und Meldungen im Drill sowie im Gefecht sind wichtige Bestandteile der Befehlsgebung. Gliederung und Aussprache sind gleich und gliedern sich in Ankündigung / Anruf sowie Ausführung mit Betonung. Die Einheit wird dabei immer mit ihrem vollen Bezeichnung angesprochen, Kürzungen sind erlaubt, wenn sich keine andere Einheit damit angesprochen fühlen kann. Bei folge Befehlen ist keine erneute Ankündigung nötig.

Ankündigungen

  • Bravo Company - Marines der Bravo Company
  • 1st Platoon - Marines des ersten Zuges
  • 1st Squad - Marines der ersten Gruppe
  • Alpha Team - Marines des Fire Team Alpha

Neben dem traditionellen Charakter der Befehlsgebung, ist hier auch der Übungscharakter zu beachten. Er trainiert:

  • Klare und einfache Kommunikation
  • Vorbereitungszeit der Angesprochenen Abteilung
  • Direkte Ausführung in kürzester Zeit

3.3.1 Kommandos im Drill und Gefecht

Die nachfolgenden Kommandos werden ausschließlich im Gefechtsdienst (CMBT) oder im Formaldienst (COD) verwendet. Einzelne Kommandos können situationsabhängig in beiden Dienstformen zur Anwendung kommen. (COD = Close Order Drill / CMBT = Combat)


UmgebungAnkündigungAusführungReaktion/Durchführung
COD/CMBT1st SquadLinie in Richtung XYEinheit tritt/geht in Linie an/auf mit befohlener Blickrichtung
COD/CMBTAlpha TeamIn Kolonne in RichtungEinheit tritt/geht in Kolonne an/auf mit befohlener Blickrichtung
CMBT2nd SquadZum Keil, RichtungEinheit geht in Keilformation auf mit befohlener Blickrichtung
COD/CMBTAlpha TeamReihe SchließenMarines rücken näher aneinander
COD/CMBTAlpha TeamReihe öffnenMarines erweitern den Abstand
COD1st PlatoonStillgestandenMarine wechseln in die Animation "Attention”
COD1st PlatoonKehrt2. Takt - Drehen nach Links um 180 Grad
COD/CMBT1st PlatoonMarsch (Marsch Marsch)Einheit setzt sich in gerader Richtung in Bewegung - gehend (Laufend)
COD/CMBT1st PlatoonHaltEinheit bleibt auf Kommando in Marschrichtung stehen
CODfolge BefehlRechts/Links, um

Takt 2 - Verlassen der Animation (Rechtsklick)

Takt 4 - Drehen um 90 Grad (in Blickrichtung der Formation)

CODfolge BefehlAugen, Rechts/LinksNur die Köpfe drehen zum Meldenden und verbleiben auf Ihm
CODfolge BefehlAugen, GeradeNur köpfe drehen sich zurück

Meldungen

COD“Dienstgrad Meldenden”Meldet “Einheit” wie befohlenMeldung an den Meldenden, dass die Einheit anwesend ist.
COD“Dienstgrad Meldenden”Meldet “Einheit” vollzählig angetretenÜbergabe mit Stärke na den Meldenden (Ausbildungen / Einsatz Rückkehr)
COD“Dienstgrad Meldenden”Meldet “Einheit” zur Übergabe AngetretenÜbergabe der Einheit an den Meldenden


Chapter - 5. VERWEISE

  • MEU-MAN 01/26 - Unit Manual 27thMEU
  • MCWP 6-10 - Leading Marines
  • MCRP 5-12D - Organization of the United States Marine Corps


Chapter - 6. BEGRIFFE UND ABKÜRZUNGEN

AbkürzungBedeutungBeschreibung
MEUMarine Expeditionary UnitEin Verband der Marines. Im Kontext des Artikels bezeichnet es die virtuelle MilSim-Einheit „27th Marine Expeditionary Unit“.
TRMTraining ManualBezeichnung für ein offizielles Ausbildungshandbuch innerhalb des Verbandes.
MilSimMilitärsimulationDie modellhafte, detailgetreue Nachbildung von militärischen Konflikten, Taktiken, Waffensystemen oder Logistikketten (sowohl zivil als auch professionell).
VRVirtual RealityVirtuelle Realität; computergenerierte Umgebung für immersive Simulationen und Trainings (z. B. für die Infanterie).
AGDUSAusbildungsgerät DuellsimulatorEin lasergestütztes System der realen Bundeswehr zur treffergenauen Live-Simulation von Gefechten im freien Gelände.
ArmAArmed AssaultEine taktische Militärsimulations-Spielreihe (z. B. ArmA Reforger, ArmA 4), auf der die 27th MEU operiert.
DCSDigital Combat SimulatorEine hochrealistische zivile Simulationsplattform für die Luftfahrt (DCS World).
HUDHeads-Up-DisplayDie grafische Benutzeroberfläche auf dem Bildschirm. In MilSims wird dieses bewusst minimalistisch gehalten, um die Orientierung zu erschweren.
FOBForward Operating BaseEin vorgeschobener, oft befestigter Stützpunkt im Einsatzgebiet, welcher logistisch versorgt werden muss.
3CsContact, Direction, DistanceEin standardisiertes Kommunikations- und Meldeschema bei Feindsichtung (Kontakt, Richtung, Entfernung).
MAGTFMarine Air-Ground Task ForceDas fundamentale Organisationsprinzip des USMC, das Boden-, Luft- und Logistikelemente unter einem Kommando vereint.
HQHeadquartersDas Hauptquartier oder Führungselement einer Einheit.
PvEPlayer versus EnvironmentEin Spielmodus, bei dem menschliche Spieler kooperativ gegen KI-gesteuerte Gegner antreten (klassische Missionsszenarien).
PvPPlayer versus PlayerEin Spielmodus, bei dem menschliche Spieler oder verschiedene Einheiten gegeneinander kämpfen.
CTICapture the IslandEin dynamischer, großflächiger Spielmodus in ArmA, bei dem Sektoren und Inseln erobert werden müssen.
LMGLight Machine GunLeichtes Maschinengewehr; eine typische waffentechnische Rolle in der kleinsten operativen Gliederung (Fire Team).
LATLight Anti-TankLeichte Panzerabwehrwaffe bzw. die Rolle des Soldaten, der mit einer solchen ausgerüstet ist.
GLGrenade LauncherUnterlaufgranatwerfer oder die Rolle des Soldaten, der diesen zur Unterstützung einsetzt.
LARLight Armored ReconnaissanceLeichte gepanzerte Aufklärung; bezeichnet spezialisierte Truppenteile oder Fahrzeuge (z. B. LAR Squad).
CSSCombat Service SupportKampfunterstützung bzw. logistische Elemente, die für Nachschub und Instandhaltung im Feld zuständig sind.
BASBattalion Aid StationDer Truppenverbandplatz / die Sanitätsstation auf Bataillonsebene zur medizinischen Versorgung.
HLMAMarine Light Attack Helicopter SquadronBezeichnung für eine Luftkomponente (Helikopterstaffel) innerhalb des Aviation Combat Elements (ACE).
HMHMarine Heavy Helicopter SquadronBezeichnung für eine schwere Transporthubschrauber-Staffel des Luftfeuer- und Transportelements.
NCONon-Commissioned OfficerUnteroffiziersdienstgrade im Verband, die Führungsaufgaben auf Trupp- oder Gruppenebene übernehmen.
SNCOStaff Non-Commissioned OfficerHöhere Unteroffiziersdienstgrade mit Stabs- oder erweiterten Führungsfunktionen (z. B. Platoon Sergeant).
COCommissioned Officer / Commanding OfficerKann je nach Kontext für die Offizierslaufbahn (Commissioned) oder die konkrete Position des Kommandanten (Commanding Officer) stehen.
SOPStandard Operating ProcedureStandardisierte Betriebsabläufe und verbindliche Dienstvorschriften für wiederkehrende Situationen.

Chapter - 7. VERANTWORTLICHKEITEN

VerantwortungsbereichVerantwortlich für:
Commanding Officer MEUHauptverantwortung & Befugnis: Alleinig zeichnungsberechtigt; stößt Änderungen an, genehmigt den Inhalt und setzt das Dokument offiziell in Kraft.
Sergeant Major MEUPrüfung & Beratung: Überprüft die Inhalte im Hinblick auf Verbandsphilosophie, Verhaltensregeln (Marine Manual) sowie Traditionen und berät die Verbandsführung.
Company CommanderEinhaltung; verantwortlich für die Einhaltung im Kompaniebereich und Erlass konformer Kompanie-SOPs.
Company First SergeantEinhaltung & Disziplin: Überwacht die Umsetzung und Einhaltung der im Dokument festgelegten Standards beim Unteroffizierkorps.
Platoon CommanderTaktische Umsetzung: Verantwortlich für die Anwendung der dokumentierten Verfahren im Zugrahmen.
Platoon SergeantPraktische Durchsetzung: Stellt sicher, dass der Zug die Vorgaben des Dokuments im Dienstbetrieb einhält.
Squad LeaderUnmittelbare Anwendung: Führt die Gruppe gemäß den im Dokument definierten Abläufen und Vorgaben.
Team LeaderUnmittelbare Anwendung: Überwacht die Einhaltung der Regeln und Abläufe im 4-Mann-Team.
Marines / SailorsKenntnisnahme & Befolgung: Pflicht zur Kenntnisnahme, Einhaltung und Befolgung aller im Dokument festgelegten Regeln.

Chapter - 8. ANHÄNGE

  • Keine

Chapter - 9. ÄNDERUNGSHISTORIE

Änderungsbereich:Durchgeführte Änderung:Durchgeführt am:
N/AErstellung des Handbuches nach Publications System Manual (MEUPSM)06.08.2026