Das in ArmA Reforger verwendete Koordinatensystem basiert auf einem standardisierten Gitternetz, das dem Universal Transverse Mercator System (UTM)-System nachempfunden ist. Die Karte ist mit einem gleichmäßigen Raster überzogen, dass das Gelände in gleich große, quadratische Rasterzellen unterteilt. Diese Gitterzellen können zur genaueren Navigation in kleinere Untereinheiten gegliedert werden und ermöglicht:
- Präzise Navigation: Ermöglicht das sichere und gezielte Bewegen im Gelände, zu Fuß oder mit Fahrzeugen.
- Exakte Zielansprache: Ziele können eindeutig markiert, koordiniert und durch indirekte Feuerunterstützung bekämpft werden.
- Effiziente Lage Kommunikation: Eigene oder feindliche Positionen lassen sich auf taktischer wie auch operativer Ebene exakt übermitteln.
- Einheitlicher Standard: Das Gitter ermöglicht eine gemeinsame Bezugsebene für alle Elemente des Verbandes unabhängig der Funktion.
Lesen von Koordinaten
Die Leserichtung beginnt von links nach rechts und von unten nach oben.
- Merksatz: Ran an den Baum, rauf auf den Baum.
Rastergenauigkeit:
- 4-stellige Koordinaten (z.B. 04 05) geben die Position auf 1000 m genau an.
- 6-stellige Koordinaten (z.B. 045 052) geben die Position auf 100 m genau an.
- 8-stellige Koordinaten (z.B. 0452 0527) geben die Position auf 10m genau an.
Es ist zudem möglich, über das 100-Meter-Quadrat ein weiteres Unterraster zu legen.. In Anlehnung an das Numpad einer Tastatur wird das Quadrat dabei in neun kleinere Bereiche unterteilt, die mit den Zahlen 1 bis 9 bezeichnet werden und so eine präzisere Positionsangabe innerhalb des 100-Meter-Rasters ermöglichen.
Der Winkelmesser
Der Winkelmesser wird in Kombination mit Karte und Kompass verwendet, um Wegpunkte zur Navigation an Land zu bestimmen. Die Richtungsangaben (Azimute) werden dabei in Grad gemessen. Militärische Winkelmesser verfügen häufig zusätzlich über eine Skala in Milliradianten, die insbesondere bei höherer Genauigkeit bevorzugt verwendet wird, beispielsweise im Rahmen von Steilfeuerunterstützung durch Artillerie.
Beispiel: Die innere Skala zeigt die Gradangabe an (Nordost entspricht 45°). Die äußere Skala zeigt die Milliradianten an (Nordost entspricht 800 Mil).
Der Kompass
Der in ArmA Reforger verwendete M2-Kompass, ist ein militärischer Mehrzweck-Magnetkompass, der speziell zur präzisen Bestimmung von Azimuten (Richtung), Neigungs- und Sichtwinkeln (Angle-of-Sight) sowie zur Geländepeilung entwickelt wurde. Er ist robust gebaut, staub- und feuchtigkeitsdicht und besteht vorwiegend aus nicht magnetischen Materialien (außer Magnetnadel und Lager). Das Spiel orientiert sich stark an realer Militärnavigation, ist aber bewusst vereinfacht.
Wichtige Funktionen des Kompasses
- Aktivierung: Standardmäßig mit 'K' öffnen, Doppelklick für dauerhafte Anzeige.
- Himmelsrichtungen: Zeigt N, E, S, W an.
- Gradskala (Innere Anzeige 0-360°): Für präzise Richtungsangaben, z.B. beim Peilen.
- Strichskala (Äußere Anzeige0-6400): Für sehr genaue Artillerie- oder technische Zwecke.
- Blickrichtung: Die schwarze Linie zeigt die aktuelle Blickrichtung des Spielers an.
Eigener Standort - Triangulieren (Kreuzpeilung)
Zur Bestimmung des eigenen Standortes ohne elektronische Positionshilfen (z. B. Modifikationen oder Blue Force Tracking) wird das Verfahren der Triangulation angewendet. Dabei identifiziert der Marine markante, eindeutig erkennbare Referenzpunkte im eigenen Sichtbereich und setzt diese zueinander in Beziehung, um durch das Schneiden von Richtungen die eigene Position zuverlässig zu ermitteln.
Vorgehensweise
- Referenzpunkte auswählen Der Marine identifiziert mindestens zwei, besser drei markante Geländepunkte (z. B. Gebäude, Geländekanten, Türme), die eindeutig erkennbar und in der Karte verzeichnet sind.
- Richtungen bestimmen Zu jedem Referenzpunkt wird die Richtung (Azimut) vom eigenen Standort aus bestimmt, entweder visuell anhand der Karte oder mithilfe eines Kompasses.
- Richtungen in die Karte übertragen Die ermittelten Richtungen werden von den jeweiligen Referenzpunkten rückwärts in die Karte eingetragen. Die Linien werden dabei entgegen der Blickrichtung gezogen.
- Schnittpunkt ermitteln Der Schnittpunkt der Richtungen markiert den eigenen Standort. Je mehr Referenzpunkte genutzt werden, desto genauer ist das Ergebnis.
- Standort bestätigen Der ermittelte Standort wird mit Geländemerkmalen (Wege, Höhenlinien, Bebauung) abgeglichen, um Fehler auszuschließen und die Lage zu verifizieren.
Grundsatz: Je größer der Winkel zwischen den Referenzpunkten, desto präziser ist die Standortbestimmung
Bezugspunktverfahren
folgt
Militärische Symbole
Grundaufbau militärischer Symbole (NATO Joint Military Symbology)
Ein militärisches Symbol setzt sich in der Regel aus mehreren fest definierten Bestandteilen zusammen. Dazu gehören die Farbgebung, das innere Symbol zur Kennzeichnung der Truppengattung, das Ebenenzeichen zur Darstellung der Führungsebene sowie ergänzende Zusatzsymbole zur Abbildung weiterer militärischer Informationen.
Kennzeichnung der Führungsebene/Größenordnung
Die 27th Marine Expeditionary Unit ist ein kombinierter Kampfverband auf Regiments Ebene.